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Ausblicke auf Nebenwegen - Innenstadtspaziergang zum Tag der Architektur


Auf Nebenwegen bewegten sich rund 50 Neustrelitzer und Gäste am Tag der Architektur durch die Innenstadt. Dafür, dass sie dabei nicht auf Abwege gerieten, sorgte Stadtplanungsamtsleiterin Gabriele Daedelow. Sie gewährte bei diesem besonderen Stadtspaziergang vor allem Ausblicke auf ?Durchblicke?.
Begonnen hatte die Führung mit einer Erläuterung des Orangerievorplatzes. Die Stadt würde ihn gern im Zuge der vom Land geplanten Schlossgartensanierung neu gestalten. Zurzeit fehlt noch die Finanzierung, da beantragte Fördermittel aus dem Konjunkturpaket nicht bewilligt wurden.
Im Weitergehen erläuterte Gabriele Daedelow anschaulich kleinere Straßen und Plätze, die die Hauptmeilen des Straßensterns reizvoll verbinden. Da es vorwiegend um Planung, also Zukünftiges, ging, wurde dabei immer wieder die Phantasie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer herausgefordert. Etwa in der Tiergartenstraße, wo Gabriele Daedelow vor dem Grundstück 10-12 die Absichten eines Architektenwettbewerbes beschrieb. Während für die Häuser 14 und 16 Investoren für eine Sanierung gesucht werden, soll die entstandene Freifläche zu einem Teil eine Grüngestaltung erfahren. So kann ? hoffentlich schon 2011 - eine grüne Verbindung zwischen dem Tiergarten und dem Katersteig entstehen. Die Höhenlage des Tiergartens ermöglicht bald neue freie Ausblicke bis zur Stadtkirche. Zurzeit werden auf dem Rundweg am Tiergarten Bäume und Sträucher ausgelichtet.
Ein viel benutzter ?Nebenweg? ist der Kinogang. Er wird in diesem Jahr mit Großpflaster und einem Gehweg neu gestaltet. Im Stichweg Bruchstraße 14-16 beginnt demnächst ebenfalls der Straßen- und Gehwegbau. Einen Blick in die fernere Zukunft eröffnete die Stadtplanerin mit der Idee eines Durchganges zum Klenzgang. ?Mit diesem Vorhaben wird es aber noch eine Weile dauern? sagte sie. Konkreter sieht es hingegen mit dem Riefstahlplatz aus. Dieses ?Gelenk? zwischen barockem Stern und Gründerzeitviertel soll voraussichtlich 2011/12 ein neues Gesicht bekommen. Das Parken soll dort ebenfalls neu geordnet und auch das Queren der Straße ungefährlicher werden. ?Wir hoffen, dass wir mit einer neuen Gestaltung der Qualität des Namens mehr gerecht werden als bisher?, so die Amtsleiterin.
Einer der neuesten Durchgänge öffnet sich zwischen Töpferberg und Seegang. Dort entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei ein neues Wohngebiet. Der Straßenname ?Alte Gärtnerei? erzählt von der früheren Bestimmung. Im abfallenden Gelände entstehen unterschiedliche Gebäudetypen mit unterschiedlichen Höhen. In der Mitte der Straße wird ein kleiner Platz angeordnet, der auch an die gärtnerische Nutzung erinnern wird. Ansonsten bietet sich hier ein ganz neues Bild. Das von einem privaten Bauträger entwickelte Areal ermöglicht neues Wohnen in der Innenstadt. Neustrelitz möchte auch diesem Trend und damit dem Wunsch potenzieller Eigentümer einen Raum bieten. ?Dazu gehört, das man sich auch mal von historischen Formen löst. In der Umgebung gibt es ohnehin stilistische Brüche, die es erlauben, auch einmal etwas anderes zu bauen für Interessenten, denen gerade das gefällt?, erläuterte Gabriele Daedelow. Auch am Töpferberg schlummern noch Ideen für weitere interessante Durchblicke. Im Stadtplanungsamt kann man sich gut vorstellen, die jetzige Sackgasse Twachtmannstraße eines Tages den Töpferberg kreuzen und in die Alte Gärtnerei einmünden zu lassen.
Vom Seegang verlief die Führung durch den Milowsgang und den ?Röwergang?, wo auch Fragen zur alten Bausubstanz zu beantworten waren, zum Markt. An der Stadtkirche hatte Gabriele Daedelow noch einen interessanten  Ausblick parat: Auf der Pflasterfläche rechts neben dem Kirchturm soll voraussichtlich 2010 ein künstlerisch gestaltetes Stadtmodell aus Bronze aufgestellt werden. ?Ein Geschenk, das die Stadt den Einwohnern und Gästen anlässlich 20 Jahre Stadtsanierung machen möchte? erklärte sie. Immerhin ist die Innenstadtsanierung eine Erfolgsgeschichte. Rund 70 Millionen Euro wurden hier seit 1990 dank des Städtebauförderprogramms und eines umfangreichen städtischen Eigenanteils investiert. ?Und jeder Euro Förderung hat drei weitere Euro an privater Investition aktiviert? berichtete die Amtsleiterin.
Der Stadtrundgang endete in der ehemaligen Musikschule, Schloßstraße 2, mit einer anderen Sparte der Architektur: Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern hatte eine kleine Ausstellung zur Innenarchitektur zur Verfügung gestellt, deren Objekttafeln insgesamt zwei Wochen im Hertelsaal zu bewundern waren.


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