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Noch keine Einigung zum Schlossberg


Am 7.März fand im Finanzministerium in Schwerin ein Gespräch über das geplante Landesprojekt zur Schlossberggestaltung statt. Aus Neustrelitz nahmen neben Bürgermeister Andreas Grund und dem Dezernenten für Stadtentwicklung und Bau Karsten Rohde die Fraktionsvorsitzenden Andreas Petters (CDU) und Waltraud Bauer (Die Linke), der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende  Andreas Butzki, Bernd Werdermann (Fraktionsmitglied PuLS/FDP/Grüne) und der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau Ernst August von der Wense teil. Von Seiten des Landes waren Finanzminister Matthias Brodkorb (SPD), der Leiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Dr. Michael  Bednorz sowie leitende Mitarbeiter des Finanzministeriums und des Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL), außerdem mehrere beteiligte Planer und Baufachleute am Tisch.

Bürgermeister Andreas Grund hatte um das Gespräch gebeten, um auf  Basis des Stadtvertretungsbeschlusses  vom 1. Februar darauf hinzuwirken, dass die angekündigte und vorbereitete Beräumung der Schlosskeller unter Schonung der Kellerräume (Wände, Decken, Böden) durchgeführt, aber auf das Verfüllen der Kellerräume verzichtet wird (Strelitzer Echo berichtete).
Im Gespräch in Schwerin konnte dazu noch keine Einigung erzielt werden.  

Erneut Baustopp ausgesprochen

„Neu war für uns, dass der Finanzminister die Maßnahme erneut gestoppt hat und es weiterhin schwierig wird sein, das Ministerium davon zu überzeugen, dass die Maßnahme durchgeführt, aber auf das Verfüllen verzichtet wird.“, sagte der Bürgermeister nach dem Termin. „Für mich als Bürgermeister ist die Aussage des Finanzministers, entweder die komplette Maßnahme so durchführen zu wollen, wie sie jetzt geplant ist, oder es bei dem Stopp zu belassen, nicht befriedigend. Ich hätte mir gewünscht, dass es einen Spielraum gibt, und wir gegebenenfalls auch über Abweichungen vom Entwurf des Leistungsverzeichnisses sprechen können. Dem war nicht so.“,  erklärte Andreas Grund. Der Bürgermeister hat sich im Gespräch dafür eingesetzt, dass im Anschluss an die Beräumung eine technologische Pause eingelegt wird, um nach der Begutachtung des aktuellen Zustands über das Erfordernis der Verfüllung entscheiden zu können. Dies wurde vom Land mit Verweis auf bautechnische Erfordernisse und Auflagen der Denkmalbehörde abgelehnt. Wie erläutert wurde, sind die Beräumung und Entsorgung des Unrates, möglicher Schadstoffe und des Fremdmaterials aus den Kellern Bestandteil der Landesmaßnahme. Die Beräumung soll vollständig erfolgen und für die dafür erforderlich Öffnung der Decken das so genannte „Schachbrettverfahren“ angewendet werden. Diese Öffnung ermöglicht das Herausnehmen des Materials und würde bei einem Verfüllen technologisch benötigt. Eine Entkopplung dieser technologischen Schritte ist nach Angaben von Experten des Landes aus fachlicher Sicht nicht möglich, da dies keinen ausreichenden Schutz für die Keller bieten würde. Die Maßnahme sieht außerdem die Dokumentation des Bestandes vor. 

Weiteres Fachgespräch vereinbart

Der weitere Umgang mit den Schlosskellern soll in einigen Wochen in Neustrelitz in einem zweiten Fachgespräch weiter beraten werden, um bestehende Bedenken ausräumen und weitere Sonderfachleute anhören zu können. Für das vom Land favorisierte Verfahren der Kellerberäumung und Verfüllung wird das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege der Stadt zuvor Referenzprojekte  benennen. „Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass auch die Frage der Kommunikation mit Stadt und Bevölkerung in dieser Sache ein Thema ist.“, so der Bürgermeister.

 

Bildunterschrift:
Über technologische Fragen der Sicherung der einsturzgefährdeten Keller des 1945 zerstörten und danach abgerissenen Schlosses soll in Neustrelitz weiter gesprochen werden. Das mit einem Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro geplante Landesprojekt, das eine gestalterische Zwischenlösung  für den sich seit Jahrzehnten verschlimmernden städtebaulichen Missstand auf dem Schlossberg  vorsieht, ist zurzeit gestoppt. Foto: BBL M-V/Garve

 


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